Hüsede...

Hüsede...

vom Kriegerdenkmal aus gesehen
Kreuzung

Kreuzung

Hüseder-, Kokenrott-, Hustädterstraße
Der Dorfplatz

Der Dorfplatz

Das Dorfgemeinschaftshaus

Das Dorfgemeinschaftshaus

...früher mal die Schule
Der alte Bahnhof

Der alte Bahnhof

...gehört leider der Vergangenheit an

Bürgerstunde

Jeden 3. Mittwoch im Monat ab 20.00 Uhr lädt der Ortsrat Hüsede zu einer Bürgerstunde in das Dorfgemeinschaftshaus ein. Gemeinsam wollen wir in gemütlicher Runde über alles in Hüsede und um Hüsede herum diskutieren.

Rückblick auf über 115 Jahre Feuerwehr Hüsede. Aus alten Protokollbüchern der Gemeinde Hüsede
vom 21. Oktober 1884 bis 1902 wörtlich entnommen:
21. Oktober 1884
Auf einer Versammlung unter Punkt 1 teilte der Vorsteher mit, daß Aussicht vorhanden, daß die Samtgemeinde einen Zubringer der Spritze erhalten könne, wenn sich die Gemeinde verpflichtete, die Kosten für ein entsprechendes Lokal zur Aufbewahrung der Spritze zu tragen und dasselbe zu unterhalten. So nun auch zu sorgen, daß eine feste Mannschaft bei der Spritze angestellt werde. Nach längerer Beratung kam folgender Beschluß zustande: a) die Gemeinde übernimmt es, die Kosten für das Lokal zu tragen und b) für Aufstellung der betreffenden Mannschaft zu sorgen.
9.Januar 188?
Beschlußfassung über den Bau eines neuen Spritzenhauses, wörtlich: Wurde nach längerer Beratung eine Kommission, bestehend aus Colon Reiner, Fricke, Hegener und Vorsteher Sieck, gewählt, welche die nötigen Aufschläge und Vorbereitungen zu beschaffen und demnächst dem Ausschuß vorzulegen haben.
5. August 1885
Feuerlöschangelegenheiten, wurde das Regulatis über die angeschafft werdende Spritze mitgeteilt.
10. November 1885
Mitteilung über Feuerlöschangelegenheiten a) wurde mitgeteilt, daß die neue Spritze morgen als den 11. November von Buer zu holen sei und alsdann in Hüsede einer Probe unterzogen werden sollte. Vorsteher Sieck übernimmt es, die Spritze zu holen.
27. Januar 1886
Beratung und Beschlußfassung über den Neubau eines Spritzenhauses und zur Aufbewahrung des Leichenwagens a) wurde der Beschluß durch Abstimmung derartig gefaßt: es stimmen 10 für den Bau auf dem sogenannten alten Schulbrink, Colon Siek war dagegen und Colon Göcke enthielt sich der Abstimmung. (Der Bau verzögerte sich.)
18. Juli 1889
Beratung und Beschlußfassung über den Neubau eines Spritzenhauses, wo und wie dasselbe beschaffen sei?
a) wurde der Beschluß gefaßt, daß das Spritzenhaus nebst Platz für die Aufbewahrung des Leichenwagens auf den sogenannten alten Schulbrink gebaut werden soll, es stimmten für den Bau dorthin 8, und 4 waren dagegen. Es wurde ferner die nach dem Protokoll vom 9. Januar 1885 Abs. 2 gewählte Commission, bestehend aus Colon Reiner, Fricke, Hegener unter der Leitung des jetzigen Vorstehers, ermächtigt, den Bau zur Ausführung zu bringen.
Zur Deckung der nötigen Kosten sollen die dazu erforderlichen ausgeliehenen Ortgemeindegelder verwendet werden und wurde dem zum Vorsteher anheimgegeben, die Gelder dafür früh genug zu kündigen und die Genehmigung dazu beim königlichen Landratsamt nachzusuchen
19. November 1889
Über die Deckung der Baukosten des bereits schon ausgeführten Baues des neuen Spritzenhauses a) Bei Abnahme und Übergabe des neuerbauten Spritzenhauses wird der Vorsteher Gersmeyer ermächtigt, die Summe von zwölfhundert Mark aus der Sparkasse zu Essen für die Ortsgemeinde auszuleihen, solange die gekündigten Capitalien eingegangen sind.
13. Juni 1890
Beratung und Beschlußfassung über die Versicherung des Spritzenhauses, Anstrich und Verputz desselben a) wurde beschlossen, daß das Spritzenhaus in der Landschaftlichen Brandkasse zu Hannover versichert werden soll, und auch Fenster und Türen sollen mit einer dunkelgrauen Farbe angestrichen und inwendig soll das Haus mit Kalk verputzt werden.
11. März 1902
Der Sprung ins neue Jahrhundert Eine freiwillige Feuerwehr soll gegründet werden, am Montag; 17. März 7 1/2 Uhr abends, in der Wohnung des Vorstehers, bei ausbleiben "wurden 50 Pfennig Strafe festgesetzt". Ausgeschlossen war Rattinghausen, auch sämtliche Spritzenmannschaften. Dieser Tag war dann auch die Geburtsstunde der heutigen "Freiwilligen Feuerwehr Hüsede", damals am 17. März 1902 im Hause von Vorsteher Willmann 27 Männer, die sich freiwillig meldeten, die erste Mannschaften bildeten. Der erste Feuerwehrhauptmann war der Schustermeister August Hettling. Gleichzeitig gab es einen Spritzenmeister, dieses Amt übte der Schmiedemeister Niemeyer aus. Wie lange August Hettling Feuerwehrhauptmann gewesen ist, konnte nicht mehr festgestellt werden, er ist wahrscheinlich in den Jahren 1912/1913 nach Posen ausgewandert.
1910 ein Bericht im Wittlager Kreisblatt (wörtlich übernommen)
Hüsede, 25. März (Freiwillige Feuerwehr)
Die hiesige freiwillige Feuerwehr, welche am 1. Juni vor 8 Jahren neu gegründet ist, hat sich im September neue Vereinsmützen angeschafft. Jetzt hat sich dieselbe auch noch Trommeln und Flöten zugelegt, um mit eigener Kapelle im Sommer einen Ausflug mit Musik machen zu können. Hoffentlich werden sie schon bei der nächsten Feuerprobe im April ihr erstes Marschstück vortragen können. Als Tamburmajor wurde Wilhelm Böhne genannt. Es sollen 6 oder 7 Flöten und 3 Trommeln gewesen sein. Zwei der Querflöten befinden sich, zusammen mit einem sehr alten Breitgurt und Herstellungsschild der ersten Spritze, im Nachlaß der traditionsreichen Hüseder Wehr.
Wie lange das Musikcorps bestanden hat, ist nicht mehr festzustellen, da aus dieser Zeit, bis 1934, keinerlei schriftliche Aufzeichnungen zu finden sind. Einige ältere Feuerwehrkameraden berichteten, daß in diesen Jahren wenigstens zwei Hüseder Bürger das Amt des Feuerwehrhauptmannes ausgeübt haben, und zwar Fr. Gersmeyer und H. Lange.
April 1934
Erstes Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Hüsede, wörtlich von Wilhelm Mauntel geschrieben. Dieses Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Hüsede wurde bei Übernahme der Schriftführergeschäfte von mir angelegt Hüsede, den 1. April 1934 Wilhelm Mauntel Vereinslokal Gaststätte Baumeyer-Bödeker, heute Gaststätte Wilker. In den Jahren 1932 oder 1933 wurde Hermann Niermann zum Brandmeister gewählt. Im Protokoll vom 17.7.34 ist folgendes zu lesen:
 
P.2.
Einteilung des Führerrates
In den Führerrat wurden vom Brandmeister folgende Kameraden bestimmt:
1 Löschmeister u. Stellvertretender Brandmeister Cl. Weßler
2.Löschmeister u. Schriftführer Kassenwart W. Mauntel
3.Oberfeuerwehrmann Gerätewart E. Menke
4.Oberfeuerwehrmann H.Bödeker
5.Oberfeuerwehrmann Fr. Enthof
 
Aus den alten Protokollen geht hervor, daß der Brandmeister damals "Befehle" erteilt hat und daß regelmäßig "Fußdienst" mit Marschierund Exerzierübungen abgehalten wurden. Im Sommer war der Hüseder Steinbruch Exerzierplatz und während der Wintermonate die große Diele im Hause Bockhöfer, wobei 3 Reichsmark Entschädigung für den Lichtverbrauch gezahlt wurden.
23.Februar.1935
Die Hüseder Wehr übernahm die Ausrichtung des Kreisverbandsfests in Verbindung mit dem 50jährigen Jubiläum der Feuerwehr. Man wählte einen Festausschuß. Das Datum des Festes war 12. Mai 1935.
1943 Frauen bei der Feuerwehr
Alle wehrfähigen Männer waren eingezogen. Um den Feuerschutz zu sichern, bildete man junge Frauen aus Hüsede an Pumpe und Strahlrohr aus. Als das Anwesen Honermeyer durch eine deutsche Fliegerbombe nach Einmarsch der Engländer getroffen wurde, standen diese Frauen an der Seite der Feuerwehrmänner im Einsatz.
Mai 1947
Der bisherige Schrift- und Rechnungsführer Wilhelm Mauntel legte sein Amt aus Gesundheitsgründen nieder. Zum Schriftführer wählte man Rudolf Böhning, als Rechnungsführer Clamor Böhning. Mai 1951 Die Hüseder Feuerwehr war Ausrichter des Kreisverbandstages. Brinkmanns Weide war der Festplatz. Auf dem Placken fand eine Schauübung statt.
April 1953
Hermann Niermann trat aus privaten Gründen vom Amt des Brandmeisters zurück und verließ die Feuerwehr. Seinen Stellvertreter Heinrich Bödeker wählte man zum Nachfolger und Friedrich Koch zum Stellvertreter. Da der bisherige Rechnungsführer Clamor Böhning eine Wiederwahl ablehnte, wählte man den Kameraden Heinrich Dütemeyer.
November 1958
Brandmeister Heinrich Bödeker schied wegen Erreichen der Altersgrenze aus der aktiven Feuerwehr aus. Einstimmig wählte man den Kameraden Friedel Reller zum neuen Brandmeister, als Stellvertreter Werner Beckmann. Nun mußte nach Vorschrift der neuen Feuerwehrsatzung ein Kommando gewählt werden, dem die Kameraden Friedel Reller, Werner Beckmann, Friedrich Menke, Wilhelm Brauksiek und Erwin Köster angehören
Januar1969
Hermann Honermeyer schied wegen Erreichen der Altersgrenze aus, zum neuen Schriftführer wählte man Otto Wilker.
April 1976
Überraschend stellte Kamerad Friedel Reller auf einer Versammlung sein Amt als Ortsbrandmeister zu Verfügung
30. April 1976
Erwin Köster wurde einstimmig zum neuen Ortsbrandmeister gewählt. Zum Kassenführer ernannte man Fritz Hegener.
1982
Eine Eiche pflanzte die freiwillige Feuerwehr Hüsede aus Anlaß ihres 80jährigen Jubiläums.
1983
Neben die Jubiläumseiche setzte man einen Gedenkstein, gespendet vom Feuerwehrkameraden Friedel Menke.
23. März 1985
Im vollbesetzten Saal der Bad Essener Friedenshöhe feierte die Hüseder Feuerwehr mit ihren Gästen das Jubiläum
"100 Jahre Feuerwehr in Hüsede"
15. April 1989
Anläßlich des neu renovierten Gerätehauses übergab Bürgermeister Hofmeyer in einer Feier der Hüseder Ortswehr ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug. Am darauffolgenden Tag, am Sonntag den 16.04.1989, waren die Nachbarwehren und alle Hüseder Einwohner zum "Tag der offenen Tür" eingeladen.
Dezember 1991
Ortsbrandmeister Erwin Köster schied durch Erreichen der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst der Feuerwehr aus. Zum Nachfolger wählte man Otto Wilker und zum Stellvertreter Karl-Heinz Rogowski.
Februar 1992
Offiziell verabschiedet man Brandmeister Erwin Köster aus seinem aktiven Dienst.